KLEINE GESCHICHTE DER "CASS-FELLOWSHIPS"

Der erste Politikstipendiat, Dr. Alexander Mathis, begann seine Arbeit im Bundeshaus im Jahr 2002; seither sind insgesamt 26 Stipendien vergeben worden. Die Politikstipendien wurden vor allem ermöglicht durch die Initiative von Dr. Johannes Kaufmann, damals Wissenschaftsattaché der Schweiz in den USA, und Dr. Margrit Leuthold, damals Generalsekretärin der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften (SAMW). Im Jahr 2000 machte Johannes Kaufmann die Akademien auf das Congressional Fellowship Program der American Association for the Advancement of Science (AAAS) aufmerksam. Dieses Programm ermöglicht jungen Forscherinnen und Forschern seit 1973, im Stab von US-Kongressmitgliedern zu arbeiten.

Unter der Leitung von Margrit Leuthold und unter der Mitarbeit verschiedener engagierter Wissenschaftler, Politikerinnen und Politiker wurde innert Jahresfrist das Pilotprojekt „CASS-Stipendien“ realisiert, benannt nach dem früheren Conseil des académies scientifiques suisses (heute Akademien der Wissenschaften Schweiz). Im Parlamentsbetrieb werden die StipendiatInnen auch heute noch hin und wieder „CASS-Fellows“ genannt. In den ersten Jahren stellten die Akademien der Wissenschaften Schweiz und vor allem die GEBERT RÜF STIFTUNG die nötigen Finanzen zur Verfügung. Heute ist die Stiftung Wissenschaftliche Politikstipendien für das Programm verantwortlich. Sie wird von Organisationen aus dem Wissenschaftsbereich und von der Bundesversammlung getragen.